Eine Frage, die ich gefühlt neunundneunzig Mal schon gehört habe: Mein Sohn/ Meine Tochter ist so und so alt, macht so und so gerne Sport, kann er/ sie mitmachen? Oder: Bin ich schon zu alt zum Turnen?
Völlig berechtigt diese Frage! Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es genügend sehr leistungsorientierte Sportarten und Vereine gibt, bei denen eben nicht jeder mitmachen kann. Sowas ist natürlich fürchterlich frustrierend, wenn man mit 14 darauf kommt, in die Rhythmische Sportgymnastik einzusteigen und dort wird einem vermittelt, dass man viel zu alt für den Einstieg ist.
Ich selbst habe übrigens im Erwachsenenalter mit dem Turnen angefangen. Meiner Meinung nach ist es nie zu spät.
Grundsätzlich kann man bei uns mit sechs Jahren, frühstens mit fünf Jahren starten. Bei manchen Kursen kann es allerdings ein Mindesalter geben.
Nach oben hin gibt es keine Grenze, solange man sich unter einer Gruppe aus primär Kindern und Jugendlichen wohlfühlt.
Welche Gruppe passt zu mir?
Bis zum Schuljahr 2025/26 gab es „nur“ Akrobatikgruppen (bzw. später zusätzlich eine Zirkuseinheit). Eine Mischung aus Bodenturnen, Partner- & Gruppenakrobatik und einer Abschlussshow.
Immer mal wieder kam die Frage: Gibt es noch zusätzliche Einheiten? Kann ich noch mehr Bodenturnen machen? Ist Einzeltraining möglich?
Mit dem aktuellen Kursprogramm gibt es eine Vielzahl an Kursen, die man einzeln besuchen oder miteinander kombinieren kann.
Wer rein trainieren möchte und die Bühne lieber meidet, ist am besten in den Akrobatik- und Bodenturnkursen aufgehoben. Bei den Akrobatikkursen gibt es eine Kinder- und eine Jugendgruppe, bei den Bodenturnkursen eine mit der Option auf Vertikaltuchtraining und eine reine Bodenturneinheit. In der Akrobatik fokussieren wir uns auf Partnerakrobatik und Pyramiden, im Bodenturnen auf Techniken wie Rad, Handstand, Flick und Salto.
Wem es Spaß macht, gemeinsam an einer Show zu arbeiten, der ist am besten in der Showakrobatik oder im Zirkus aufgehoben. Hier lohnt sich die Kombination mit einer anderen Gruppe, um genug Übung zu bekommen, da die Showerarbeitung gerade im zweiten Semester viel Übungszeit in Anspruch nimmt.
Für Eltern, die gerne mit ihren Kindern turnen möchten, gibt es zusätzlich eine Eltern-Kind-Akrobatik Einheit.
Allgemein zu beachten
Jede Gruppe hat ihre eigene festgelegte Maximalgröße. Diese hängt primär vom Ziel der Gruppe und der Organisation des Trainings statt. Es kann also sein, dass du schlicht nicht mitmachen kannst, weil einfach schon zu viele mitturnen. In diesem Fall kann ich dir anbieten, dich vorzumerken und dich zu benachrichtigen, wenn ein Platz frei wird.
Falls du zum ersten Mal bei mir turnst, füll zunächst einmal das Anmeldeformular aus, damit ich für ein Schnuppertraining oder dgl. die notwendigen Notfallkontakte habe. Das brauche ich nur einmal, sofern die Kontaktdaten gleich bleiben.

Danach kannst du dich mit deinem Namen für einen oder mehrere Kurse anmelden.

Wenn du nur einmal ein Schnuppertraining willst oder dir allgemein unsicher bist, nimm vorher telefonisch oder schriftlich Kontakt mit mir auf.
Nach deiner Kursanmeldung erhältst du entweder deine Mitgliedsbeitragsinfo per Mail oder ich melde mich bei dir, wenn es noch etwas zu klären gibt.
Was nicht funktionieren wird
Grundsätzlich turnen bei uns sehr verschiedene Typen. Eher schüchterne, quirligere, mutigere und ängstlichere. Es gibt aber ein paar Dinge, die im Training einfach erfahrungsgemäß nicht funktionieren.
- Chronische Faulpelze oder zumeist: Kinder die gar nicht wollen – nur die Eltern hätten gerne ein turnerisch begabtes Kind.
- Unkontrollierbare Wirbelwinde: Kinder, die permanent nur Herumlaufen und sich nicht konzentrieren können.
- Kinder, die verbal ausfallend sind oder andere körperlich angreifen.
Am besten, man fragt sein Kind, was es will und klärt mit ihm und sich selbst ab, ob es realistisch ist, dass es sich in einem turnerischen Rahmen wohlfühlen wird. Zumeist hat man als Elternteil selbst ein gutes Gespür dafür, ob das eigene Kind in eine Gruppe passt – ansonsten gerne nachfragen.